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Novartis erzielt 2009 Rekordergebnisse und schliesst den CEO Nachfolgeprozess mit der Ernennung von Joe Jimenez ab
Die Ergebnisse kommentierte Dr. Daniel Vasella, Präsident und Delegierter des
Verwaltungsrates von Novartis: "Novartis erzielte im vergangenen Jahr ein ausgezeichnetes
Resultat auf Grund der Leistung aller Geschäftsbereiche, die auch Marktanteile hinzu
gewannen. Besonders die Divisionen Pharma und Impfstoffe wuchsen sehr dynamisch. Mit über
30 Neuzulassungen in den USA, Europa und Japan belegt Novartis weiterhin den
diesbezüglichen Spitzenplatz.
Auch die Produktivität wurde verbessert. Dies erlaubte unter anderem höhere Investitionen
in Forschung und Entwicklung. Dank der geplanten Akquisition von Alcon wird Novartis
weltweit den Spitzenplatz in der Augenheilkunde einnehmen und damit über eine neue,
attraktive Wachstumsplattform verfügen. Nach 14 Jahren als CEO ist es nun der richtige
Zeitpunkt, den im Jahr 2008 begonnenen, sorgfältig geplanten CEO-Nachfolgeprozess
abzuschliessen. Der Verwaltungsrat hat Joe Jimenez, gegenwärtig Leiter der
Pharmadivision, zum neuen CEO ernannt und zudem beschlossen, die obersten
Führungsstrukturen zu vereinfachen. Die internationale Erfahrung im Pharma- und
Konsumgütergeschäft sowie sein hervorragender Leistungsausweis machen Joe Jimenez zu
einer Idealbesetzung, um Novartis in die nächste Expansions- und Wachstumsphase zu
führen. Ich bin überzeugt, dass das Jahr 2010 im Zeichen bedeutender Fortschritte stehen
wird."
ÜBERBLICK
Zwölf Monate
Dank der zweistelligen zugrunde liegenden Expansion der Division Pharmaceuticals, mit der
sich die Division marktanteilsmässig unter den wachstumsstärksten Unternehmen der Branche
positionierte, erzielte das Gesundheitsportfolio des Konzerns im Jahr 2009 erneut
Rekordergebnisse. Aufgrund der zügigen Entwicklung und Auslieferung der Influenza-A/H1N1-
Pandemieimpfstoffe erwirtschaftete die Division Vaccines and Diagnostics einen
aussergewöhnlich hohen Umsatz und trug dazu bei, der Bedrohung für die öffentliche
Gesundheit zu begegnen.
Der Nettoumsatz stieg dank der zugrunde liegenden Expansion in allen Divisionen um 7%
(+11% in lokalen Währungen) auf USD 44,3 Milliarden: Pharmaceuticals (+12% in lokalen
Währungen), Vaccines and Diagnostics (+39% in lokalen Währungen), Sandoz (+5% in lokalen
Währungen) und Consumer Health (+5% in lokalen Währungen). Europa (USD 18,4 Milliarden,
+10% in lokalen Währungen) und die USA (USD 14,3 Milliarden, +11% in lokalen Währungen)
sowie die sechs führenden Schwellenländer (USD 4,0 Milliarden, +17% in lokalen Währungen)
Brasilien, China, Indien, Russland, Südkorea und die Türkei zählten zu den Regionen mit
der besten Performance. Volumensteigerungen sorgten für ein Wachstum von zehn
Prozentpunkten; Akquisitionen und Preisänderungen wirkten sich zusammen mit einem
Prozentpunkt positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Der im Vergleich zum Vorjahr stärkere
US-Dollar schmälerte das Wachstum im Gesamtjahr um vier Prozentpunkte.
Das operative Ergebnis verbesserte sich 2009 um 11% auf USD 10,0 Milliarden. Dadurch
stieg die operative Gewinnmarge gegenüber dem Vorjahr von 21,6% auf 22,5% des
Nettoumsatzes. Der im Vergleich zum Vorjahr stärkere US-Dollar schmälerte das Wachstum
des operativen Ergebnisses um neun Prozentpunkte. Das operative Kernergebnis (unter
Ausschluss von Sonderpositionen und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten in
beiden Perioden) erhöhte sich um 11% auf USD 11,4 Milliarden. Dies war den Verbesserungen
in den Divisionen Pharmaceuticals und Vaccines and Diagnostics sowie den
Produktivitätssteigerungen in allen Divisionen zu verdanken. Die operative
Kerngewinnmarge stieg gegenüber dem Vorjahr von 25,0% auf 25,8% des Nettoumsatzes.
Der Reingewinn wuchs um 4% auf USD 8,5 Milliarden; der unverwässerte Gewinn pro Aktie
erhöhte sich um 3% auf USD 3,70. Der Kernreingewinn erreichte USD 10,3 Milliarden (+8%)
und stieg langsamer als das operative Ergebnis, da die höheren Erträge aus assoziierten
Gesellschaften durch die Finanzierungskosten im Zusammenhang mit der Übernahme von Alcon
teilweise kompensiert wurden. Der Kerngewinn pro Aktie stieg 2009 gegenüber dem Vorjahr
von USD 4,18 auf USD 4,50.
Viertes Quartal
Novartis beendete das Jahr 2009 in einer starken Position und erzielte zweistellige
Steigerungsraten beim Nettoumsatz und Gewinn. Dafür sorgten operative Fortschritte in
allen Divisionen und günstigere Wechselkursbedingungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der Nettoumsatz wuchs um 28% (+20% in lokalen Währungen) auf USD 12,9 Milliarden. Dank
der Dynamik der jüngst eingeführten Produkte konnte die Division Pharmaceuticals (+13% in
lokalen Währungen) ihre branchenführende Performance fortsetzen. Die Ergebnisse der
Division Vaccines and Diagnostics (+166% in lokalen Währungen) beinhalten einen
Umsatzbeitrag der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe und Adjuvanzien von USD 1,0
Milliarden. Sandoz (+10% in lokalen Währungen) profitierte von der Übernahme des Spezial-
Geschäfts generischer Arzneimittel von EBEWE Pharma im September, die fünf Prozentpunkte
zum Umsatzwachstum beitrug. Die Division Consumer Health (+13% in lokalen Währungen)
verbesserte ihre Ergebnisse in allen Geschäftsbereichen, insbesondere in der
Geschäftseinheit OTC, die in den USA Prevacid24HR als erste rezeptfrei erhältliche
Version dieses Medikaments auf den Markt brachte.
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 57% auf USD 2,6 Milliarden. Dabei hatten
günstige Wechselkursveränderungen einen positiven Effekt von fünf Prozentpunkten. Die
operative Gewinnmarge stieg im vierten Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahresquartal von
16,7% auf 20,4%. Das operative Kernergebnis erhöhte sich im vierten Quartal 2009 dank
zweistelliger Beiträge aller Geschäftsbereiche um 53% auf USD 3,2 Milliarden. Dadurch
verbesserte sich die operative Kerngewinnmarge gegenüber dem Vorjahrsquartal von 20,8%
auf 24,8% des Nettoumsatzes.
Der Reingewinn wuchs um 54% auf USD 2,3 Milliarden. Gleichermassen stieg der
unverwässerte Gewinn pro Aktie im vierten Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
von USD 0,66 auf USD 1,01 pro Aktie. Der Kernreingewinn erhöhte sich um 47% auf USD 2,9
Milliarden, worin ein höherer Finanzierungsaufwand sowie ein geringerer Ertrag aus
assoziierten Gesellschaften zum Ausdruck kommen. Der unverwässerte Kerngewinn pro Aktie
stieg im vierten Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahresquartal von USD 0,86 um 47% auf USD
1,26.
Mehr als 30 wichtige Zulassungsgenehmigungen im Jahr 2009
Durch langfristige Investitionen in Innovationen verjüngt Novartis ihr Portfolio. Die
mehr als 30 wichtigen Zulassungen im Jahr 2009 betrafen unter anderem die neuen
Medikamente Afinitor (Krebs), Onbrez Breezhaler (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung)
und Ilaris (CAPS); Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe; die ersten Biosimilars in Japan
und Kanada; und die OTC-Marke Prevacid24HR in den USA. Unter anderem wurden 2009 die US-
und EU-Zulassungsanträge für Gilenia (FTY720, multiple Sklerose) abgeschlossen. Weitere
wichtige Zulassungsanträge betrafen unter anderem neue Indikationen für Tasigna
(Primärtherapie chronisch-myeloischer Leukämie), Zometa (adjuvante Brustkrebsbehandlung)
und Lucentis (diabetisches Makulaödem). In Japan wurden 2009 sechs neue Medikamente von
Novartis zugelassen, weitere drei - für Equa (Galvus), Exforge (Bluthochdruck) und
Afinitor - folgten im Januar 2010. In diesem Jahr sind zahlreiche Zulassungsanträge
geplant - bis zu fünf allein im Onkologiebereich: für Afinitor (neuroendokrine Tumoren)
und die Entwicklungsprojekte SOM230 (Cushing-Syndrom), LBH589 (Hodgkin-Lymphom) und
EPO906 (Eierstockkrebs).
Verbesserung der organisatorischen Produktivität
Novartis reflektiert den Antrieb zur Steigerung von Produktivität und Effizienz in
sämtlichen Aktivitäten des Konzerns. Damit sollen die Geschwindigkeit gesteigert und
gleichzeitig Ressourcen für eine stärkere Kundenorientierung und Wachstumsinitiativen
freigesetzt werden. Dies dürfte 2010 voraussichtlich zu einer weiteren Verbesserung der
operativen Gewinnmarge des Konzerns führen. Die Ende 2007 gestartete Konzerninitiative
Forward zur Vereinfachung der Strukturen und zur Neugestaltung der Arbeitsabläufe wurde
ein Jahr früher als geplant abgeschlossen. Die Initiative erzielte nach rapiden
Fortschritten seit 2007 kumulative Kosteneinsparungen von mehr als USD 2,3 Milliarden und
übertraf das für 2010 gesetzte Ziel von USD 1,6 Milliarden.
Engagement für die Patienten
Dank ihres Geschäftserfolgs ist Novartis in der Lage, sich weiterhin für die
Gesundheitsversorgung von Patienetn weltweit zu engagieren. Dieses Engagement ist
wesentlicher Bestandteil der Konzernstrategie. Laut internen Schätzungen wurden mit
Medikamenten und Impstoffen von Novartis 2009 mehr als 930 Millionen Menschen behandelt
und vor Erkrankungen geschützt. Novartis unterstützt Patienten in Entwicklungsländern mit
speziellen Initiativen, die sich auf vernachlässigte Krankheiten konzentrieren,
insbesondere auf Malaria, Lepra, Denguefieber und therapieresistente Tuberkulose. Die
Hilfsprogramme für einen besseren Zugang zu Medikamenten umfassten im Jahr 2009
Medikamente im Wert von USD 1,5 Milliarden und erreichten 79,5 Millionen Patienten in Not.
2010: Umsetzung strategischer Prioritäten
Novartis erwartet im Jahr 2010 bedeutende Fortschritte in der Umsetzung ihrer Strategie,
mit einem breit gefächerten Gesundheitsportfolio die wachsenden Bedürfnisse der Patienten
und der alternden Gesellschaften weltweit zu erfüllen.
Branchenführendes Wachstum
Das Unternehmen rechnet damit, seine Dynamik 2010 fortzusetzen und auf Konzernebene in
Lokalwährungen[1] eine Steigerung des Nettoumsatzes im mittleren einstelligen
Prozentbereich zu erzielen. Dafür sollen vor allem die rasant wachsenden Beiträge der
jüngst eingeführten Produkte und gezielte Investitionen in Wachstumsmärkte sorgen.
Die Division Pharmaceuticals geht davon aus, die starken Volumensteigerungen, die 2009
erzielt wurden, weiterzuführen. Entscheidende Faktoren dafür sind die rasante Expansion
der jüngst eingeführten Produkte, die Umsetzung neuer Verkaufsmodelle entsprechend den
Bedürfnissen lokaler Märkte sowie die Expansion in Hochwachstumsmärkten. Angesichts der
Herausforderungen, vor denen die Branche steht, sind jedoch die Bedingungen für die
Preisgestaltung mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Zu diesen Herausforderungen
zählen Gesundheitsreformen (insbesondere in den USA und der Türkei) und die im
Zweijahresrhythmus durchgeführten Preissenkungen in Japan. Weitere Herausforderungen
bestehen für Novartis in dem 2010 zu erwartenden Auftreten von generischen
Konkurrenzprodukten aus der Medikamentenkategorie von Diovan vor dem Auslaufen von dessen
Marktexklusivität in Europa (2011) und den USA (September 2012). Unter Berücksichtigung
dieser Faktoren ist in der Division Pharmaceuticals 2010 in Lokalwährungen ein
Nettoumsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zu erwarten.
Die Division Vaccines and Diagnostics bereitet sich auf die Markteinführung von Menveo
vor, einem Impfstoffkandidaten gegen vier Serogruppen von Meningokokken-Meningitis. Nach
einem positiven Gutachten der europäischen Behörden im Dezember 2009 wird die Zulassung
Anfang 2010 erwartet. In den USA wird in der ersten Jahreshälfte mit einem
Zulassungsentscheid gerechnet. Novartis plant, die Lieferung von Influenza-A/H1N1-
Pandemieimpfstoffen und Adjuvanzien 2010 fortzusetzen, wenn auch die Verkaufsprognosen
für dieses Jahr deutlich unter dem Niveau von 2009 liegen.
Die Division Sandoz rechnet damit, ihr Wachstum 2010 zu beschleunigen. Durch den Erwerb
des Spezial-Geschäfts injizierbarer Arzneimittel von EBEWE Pharma im September 2009 wurde
der Zugang zu preislich wettbewerbsfähigen onkologischen Medikamenten verbessert und so
eine neue globale Wachstumsplattform geschaffen.
Die Division Consumer Health verfolgt das Ziel, 2010 weiterhin schneller zu wachsen als
die entsprechenden Märkte. Durch die Ende 2009 in den USA erfolgte Einführung von
Prevacid24HR, der ersten rezeptfreien Version dieses Medikaments gegen häufiges
Sodbrennen, wurde eine wichtige neue Marke geschaffen. Darüber hinaus wird Novartis im
zweiten Quartal 2010 eine rezeptfreie Version von Pantoprazol, einem anderen
Protonenpumpenhemmer, in 14 europäischen Ländern einführen. Die entsprechenden Rechte
wurden von Nycomed erworben.
Die Übernahme von Alcon, dem in der Augenheilkunde weltweit führenden Unternehmen, wird
das Gesundheitsportfolio sowie die Präsenz von Novartis im wachstumsstarken globalen
Sektor der Augenheilkunde stärken. Novartis gab am 4. Januar ihre Absicht bekannt, Alcon
vollständig zu übernehmen. Dazu wird das Unternehmen zunächst die im April 2008 mit der
Nestlé AG getroffene Vereinbarung vollständig umsetzen und eine 77%ige
Mehrheitsbeteiligung erwerben. Im Anschluss daran soll eine direkte Fusion mit Alcon
durchgeführt werden, um den verbleibenden 23%igen Minderheitsanteil zu übernehmen. Diese
gemäss Schweizer Fusionsgesetz abzuschliessende Fusion dient dem Interesse aller
beteiligten Ansprechpartner und wird die nötige Klarheit über die Zukunft von Alcon
schaffen. Nach der Fusion wird Alcon eine neue Division von Novartis bilden, die CIBA
Vision und bestimmte Augenheilmittel von Novartis umfassen wird.
Der Verwaltungsrat ernennt neuen CEO und vereinfacht die oberste Führungsorganisation
Der Verwaltungsrat akzeptierte Dr. Daniel Vasellas Antrag, den CEO-Nachfolgeprozess zu
vollenden, nachdem dieser die Firma 14 Jahre als CEO und 11 Jahre als
Verwaltungsratspräsident und CEO geleitet hat und ernennt Joe Jimenez, derzeit Leiter der
Division Pharmaceuticals, zum neuen CEO von Novartis. Dr. Vasella wird sich künftig als
Präsident des Verwaltungsrates auf strategische Prioritäten konzentrieren. Damit ist der
CEO-Nachfolgeprozess abgeschlossen, der 2008 mit der übergangsweisen Etablierung einer
Chief-Operating-Officer-Position (COO) und der Ernennung neuer Führungskräfte der
Divisionen begann. Das Geschäfteportfolio wurde erfolgreich umgestaltet und auf den
Gesundheitsbereich ausgerichtet, die Forschungsorganisation geniesst grossen Respekt, und
die Pipeline ist voll und wird hoch bewertet. Punkto Reputation gehört Novartis zu den
besten Unternehmen auch über seine eigene Branche hinaus und wird von einem
ausgezeichneten Team geführt. Der Zeitpunkt für den Übergang zu einem neuen CEO ist also
richtig gewählt.
Der Verwaltungsrat entschied sich für Joe Jimenez aufgrund von dessen hervorragendem
Leistungsausweis, der internationalen Geschäftserfahrung und der Fähigkeit, nicht nur
eine klare Richtung vorzugeben, sondern die Mitarbeitenden auch auf die Ziele zu
verpflichten. Diese Kompetenzen werden bei der Umsetzung der Novartis Strategie
entscheidend sein. Jimenez wird seine neue Verantwortung als CEO am 1. Februar 2010
übernehmen.
David Epstein, derzeit Leiter von Novartis Oncology, der am schnellsten wachsenden
Geschäftseinheit innerhalb der Division Pharmaceuticals, wird Leiter von Novartis
Pharmaceuticals. Jon Symonds wird am 1. Februar 2010 die Nachfolge von Dr. Raymund Breu
als Finanzchef antreten, der am 31. März das obligatorische Rentenalter erreichen wird.
Im Rahmen des Abbaus hierarchischer Strukturen reduziert Novartis ihre Konzernleitung von
zwölf auf neun. Der Konzernleitung werden künftig angehören: Joe Jimenez, CEO, Dr. Mark
Fishman, globaler Leiter von NIBR (The Novartis Institute for BioMedical Research), David
Epstein, Leiter der Division Pharmaceuticals, Jeff George, Leiter der Division Generics
(Sandoz), George Gunn, Leiter der Division Consumer Health, Dr. Andrin Oswald, Leiter der
Division Vaccines and Diagnostics, Jon Symonds, Finanzchef, Dr. Thomas Werlen, General
Counsel, and Dr. Jürgen Brokatzky-Geiger, globaler Leiter Human Resources.
Drei Führungspositionen wurden abgeschafft: COO, Leiter der Corporate Affairs und Leiter
Group Quality/Technical Operations.
Zwei kleinere Einheiten, Group Quality Assurance, unter der Leitung von Dr. Juan Andres,
und Group Country Management/External Affairs, unter der interimistischen Leitung von Joe
Jimenez, berichten an den CEO, Corporate Audit and Compliance berichtet an den
Präsidenten des Verwaltungsrates.
Im Rahmen dieser neuen Organisationsstruktur haben sich Dr. Jörg Reinhardt, Dr. Andreas
Rummelt und Dr. Thomas Wellauer entschieden, ihre berufliche Laufbahn ausserhalb von
Novartis fortzusetzen. Wir sind jedem von ihnen dankbar für die vielen Beiträge im Lauf
der anhaltenden Erfolgsgeschichte von Novartis. Sämtliche Änderungen treten am 1. Februar
2010 in Kraft.
Anträge an die Generalversammlung: Dividendenerhöhung und Einführung einer
Konsultativabstimmung über das Vergütungssystem
Der Verwaltungsrat von Novartis empfiehlt die Zustimmung zur Erhöhung der
Dividendenausschüttung für 2009 auf CHF 2,10 (+5%), zur Einführung einer
Konsultativabstimmung der Aktionäre über das Vergütungssystem sowie zur Wiederwahl von
drei Verwaltungsratsmitgliedern. Die Aktionäre werden im Rahmen der nächsten
Generalversammlung am 26. Februar 2010 über diese und weitere Vorschläge abstimmen.
Sofern die Aktionäre den Dividendenvorschlag genehmigen, wäre dies seit der Gründung von
Novartis im Dezember 1996 die 13. Dividendenerhöhung in Folge. Im Durchschnitt erhöhte
sich diese seit der Gründung von Novartis um 11,7% pro Jahr und die Gesamtrendite um 8,9%
pro Jahr. Die Dividendenausschüttung auf den ausstehenden Aktien für 2009 wird sich
voraussichtlich auf USD 4,6 Milliarden belaufen. Die Ausschüttungsquote für 2009 wird auf
55% des Reingewinns geschätzt. Basierend auf dem Jahresendkurs 2009 von CHF 56,50,
beträgt die Dividendenrendite 3,7%. Als Ausschüttungsdatum wurde der 5. März 2010
festgelegt. Mit Ausnahme von 167,7 Millionen eigenen Aktien sind alle Aktien
dividendenberechtigt.
Der Verwaltungsrat schlägt zudem vor, bei Novartis, als dem ersten grossen, an der
Schweizer Börse kotierten Unternehmen, eine konsultative "Say-on-Pay"-Aktionärsabstimmung
über ihr Vergütungssystem in die Statuten aufzunehmen. Eine Aktionärsabstimmung würde vor
jeder bedeutenden Änderung des Vergütungssystems des Konzerns, aber mindestens alle drei
Jahre stattfinden. Dies würde echte Konsultationsrechte bieten, da die Aktionäre jeweils
vor einer Systemänderung dem Verwaltungsrat ihren Standpunkt kundtun könnten. Der
Dreijahreszyklus ermöglicht den Aktionären bei der Nachhaltigkeitsprüfung des
Vergütungssystems eine längerfristige Perspektive. Nachhaltige Systeme werden mit
mehrjährigen Geschäftsplänen abgestimmt und können ihre vollständige Wirkung nur
entfalten, wenn sie über mehrere Jahre unverändert bleiben und damit von den
Mitarbeitenden auch verstanden werden.
Diese Anträge ergänzen die Corporate Governance Initiativen, die der Verwaltungsrat
bereits im Jahr 2009 eingeführt hat. Dazu gehören die Einführung eines speziellen
Risikoausschusses des Verwaltungsrates, der sicherstellen soll, dass im Konzern
systematisch regelgerechte Prozesse zum Management von Risiken eingeführt sind und
befolgt werden und die systematische Einführung einer Rückforderungsklausel in die
Arbeitsverträge, die verfügt, dass finanzielle Anreize, die auf Grund falscher
Rechnungsführung oder unredlicher Geschäftsführungspraktiken ausbezahlt wurden,
zurückerstattet werden müssen. Diese Massnahmen verbessern die Regeln der
Unternehmungsführung bei Novartis im Gefolge der globalen Finanzkrise, die bei gewissen
Firmen mangelhafte Standards und Kontrollen offenlegte.
Ferner empfiehlt der Verwaltungsrat den Aktionären, im Rahmen der Generalversammlung
gegen zwei Anträge von Ethos zu stimmen (Neinstimme). Ethos beantragt gemeinsam mit zehn
weiteren Aktionären: (1) die Einführung einer Konsultativabstimmung der Aktionäre über
den Vergütungsbericht sowie (2) eine zwingende, statutarisch festgelegte Trennung der
Verwaltungsratspräsidentschaft und des Geschäftsleitungsvorsitzes.
Zu den vom Verwaltungsrat genannten Argumenten gegen eine spezielle konsultative
Aktionärsabstimmung über den Vergütungsbericht (gegenüber der vom Verwaltungsrat
vorgeschlagenen Abstimmung über das Vergütungssystem) zählt die Tatsache, dass eine
derartige Abstimmung retrospektiv stattfinden und sich nur auf das vergangene Jahr
beziehen würde. Ausserdem verfügen die Aktionäre nicht über die wesentlichen
Informationen, die für eine sachlich fundierte Urteilsbildung über die Leistung des
Managements erforderlich sind. Dazu gehört die Kenntnis über vorab festgelegte Ziele,
welche nicht nur finanzielle Dimensionen umfassen und die Messung der erreichten
Resultate unter Berücksichtigung des Verhaltens sowie der Konkurrenz. Aus
Konkurrenzgründen werden diese Daten vertraulich behandelt. Zudem zählt die Festsetzung
der Vergütungen zu den grundlegenden Führungsinstrumenten des Verwaltungsrates, die nicht
delegiert werden dürfen. Nach Schweizer Obligationenrecht obliegt diese Aufgabe zwingend
dem Verwaltungsrat.
In Bezug auf eine statutarisch festgelegte Trennung der Verwaltungsratspräsidentschaft
und des Geschäftsleitungsvorsitzes vertritt der Verwaltungsrat die Auffassung, dass eine
derart starre Regelung, die keine Ausnahmen erlaubt, der Firma die Möglichkeit verwehrt,
ihre Führungsstruktur den jeweilig gegebenen Umständen und Erfordernissen flexibel
anzupassen und damit im besten Interesse der Aktionäre zu handeln.
Darüber hinaus schlägt der Verwaltungsrat Marjorie M.T. Yang und Dr. Daniel Vasella -
jeweils für eine dreijährige Amtszeit - sowie Hans-Jörg Rudloff für eine einjährige
Amtszeit (wegen Erreichen der Altersgrenze) zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat vor.
Pharmaceuticals: USD 28,5 Milliarden (+8%, +12% in lokalen Währungen)
Alle geografischen Regionen und Therapiegebiete trugen zur zweistelligen Expansion in
Lokalwährungen bei. Der Zuwachs beruhte vor allem auf der Entwicklung der jüngst
eingeführten Produkte (USD 4,7 Milliarden, +81% in lokalen Währungen), die 2009 ihren
Anteil am Nettoumsatz der Division gegenüber dem Vorjahr von 10% auf 16% steigerten.
Diese Gruppe wachstumsstarker Produkte - zu der Lucentis, Exforge, Exjade, das Exelon
Pflaster, Aclasta/Reclast, Rasilez/Tekturna, Afinitor und Ilaris gehören - steuerte 2009
acht Prozentpunkte zum Nettoumsatzwachstum der Division von 12% in Lokalwährungen bei.
Die Onkologie (USD 9,0 Milliarden, +14% in lokalen Währungen), der nach wie vor grösste
Therapiebereich und die Nummer zwei des globalen Onkologiesegments, profitierte vom
anhaltenden Wachstum von Glivec/Gleevec (USD 3,9 Milliarden, +12% in lokalen Währungen)
und dreier weiterer Produkte. Zometa, Femara und Sandostatin erzielten jeweils einen
Umsatz von über USD 1 Milliarde. Exforge und Rasilez/Tekturna (Bluthochdruck) sowie
Galvus (Typ-2-Diabetes) waren die Wachstumsträger des Herz-Kreislauf- und
Stoffwechselbereichs (USD 8,8 Milliarden, +9% in lokalen Währungen) und ergänzten so die
Umsatzentwicklung von Diovan (USD 6,0 Milliarden, +6% in lokalen Währungen). Novartis
baute damit ihre Position als Weltmarktführer in der Bluthochdruckbehandlung weiter aus.
Für den Zuwachs im Bereich Neurologie und Augenheilmittel (USD 4,9 Milliarden, +12% in
lokalen Währungen) sorgten vor allem Lucentis (USD 1,2 Milliarden, +47% in lokalen
Währungen) und Exelon (USD 954 Millionen, +22% in lokalen Währungen).
Sämtliche Regionen profitierten von der Erneuerung des Produktportfolios. Das gilt
insbesondere für Europa (USD 10,5 Milliarden, +12% in lokalen Währungen) als grösste
Region, wo die in jüngster Zeit eingeführten Produkte mehr als 20% des Umsatzes
erwirtschafteten. Auch in Lateinamerika und Kanada (USD 2,5 Milliarden, +13% in lokalen
Währungen) wurden Spitzenergebnisse erzielt. Die Geschäfte in den USA (USD 9,5
Milliarden, +11% in lokalen Währungen) und in Japan (USD 3,1 Milliarden, +9% in lokalen
Währungen) kehrten in die Wachstumszone zurück. In allen der sechs führenden
Schwellenländer (USD 2,6 Milliarden, +19% in lokalen Währungen) - Brasilien, China,
Indien, Russland, Südkorea und der Türkei - wurden robuste zweistellige Zuwachsraten
erzielt.
Vaccines and Diagnostics: USD 2,4 Milliarden (+38%, +39% in lokalen Währungen)
Dank einer schnellen Reaktion nach Ausbruch der Influenza-A/H1N1-Pandemie im April 2009
konnte die Division bereits innerhalb weniger Monate mehr als 100 Millionen Impfdosen an
Staaten auf der ganzen Welt ausliefern. Dadurch erzielte die Division mit
Pandemieimpfstoffen und Adjuvanzien 2009 einen Nettoumsatz von USD 1,0 Milliarden. Die
Umsätze mit Impfstoffen für Kinder und das starke Wachstum in den Schwellenländern trugen
dazu bei, den Preisdruck auf saisonale Grippeimpfstoffe und die Umsatzeinbussen bei den
Impfstoffen gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis in Europa zu kompensieren. Der Umsatz
der Diagnostika ging gegenüber dem Vorjahr leicht zurück.
Sandoz: USD 7,5 Milliarden (-1%, +5% in lokalen Währungen)
Das stetige Wachstum im Jahr 2009, das die Entwicklung des Vorjahres übertraf, beruhte
auf der Einführung neuer Produkte, einer stärkeren kommerziellen Ausrichtung auf reife
sowie aufstrebende Märkte und auf dem Wiederaufschwung in den USA. Ein Preisverfall von
sieben Prozentpunkten zum Vorteil der Kunden wurde durch Volumensteigerungen von elf
Prozentpunkten dank der Einführung neuer Produkte mehr als wettgemacht. Die Einführung
neuer Produkte und Volumensteigerungen, die trotz schwieriger Marktbedingungen erzielt
wurden, ermöglichten es Retail-Generika und Biosimilars in Deutschland (+4% in lokalen
Währungen), einen führenden Marktanteil von 29% zu erzielen. Dem Geschäft mit Retail-
Generika und Biosimilars in den USA (+5%) kamen insgesamt 25 Neueinführungen zugute -
acht mehr als im Vorjahr. Auch in der Region Asien/Pazifik (+17% in lokalen Währungen)
und in Russland (+19% in lokalen Währungen) wurden Spitzenergebnisse erzielt. Die im
September erfolgte Übernahme von EBEWE, die 2009 einen Prozentpunkt zum Umsatzwachstum
beitrug, schuf eine starke Wachstumsplattform im Bereich injizierbarer Krebsmedikamente.
Consumer Health: USD 5,8 Milliarden (+0%, +5% in lokalen Währungen)
Trotz der schwierigen Wirtschaftsbedingungen übertrafen alle Geschäftsbereiche mit ihrem
zugrunde liegenden Wachstum die Entwicklung ihrer jeweiligen Märkte. Die Geschäftseinheit
CIBA Vision profitierte von der Einführung neuer Produkte und erwies sich als das
wachstumsstärkste Unternehmen für Kontaktlinsen und Kontaktlinsenpflegemittel. Dank der
Erneuerung des Portfolios und der erfolgreichen Einführung von Prevacid24HR in den USA im
November 2009 konnte die Geschäftseinheit OTC ihre Performance zunehmend steigern. Die
Geschäftseinheit Animal Health wuchs in den USA schneller als ihre Konkurrenz.
Pharmaceuticals
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 11% auf USD 8,4 Milliarden. Die operative
Gewinnmarge stieg gegenüber dem Vorjahr von 28,8% auf 29,4% des Nettoumsatzes. Das
operative Kernergebnis (USD 9,1 Milliarden, +10%, einschliesslich ungünstiger
Währungseffekte von sechs Prozentpunkten) wuchs ebenfalls deutlich stärker als der
Nettoumsatz. Die Ursachen dafür waren die kräftigen Volumensteigerungen in Lokalwährungen
sowie Produktivitätsgewinne von fast USD 1 Milliarde. Die operative Kerngewinnmarge
verbesserte sich dadurch um 0,3 Prozentpunkte auf 31,8% des Nettoumsatzes.
Das bessere operative Kernergebnis kompensierte auch eine Verminderung der Gewinnmarge
von 1,1 Prozentpunkten infolge niedriger Anderer Erlöse, die vor allem auf den Wegfall
der Lizenzgebühren für Betaseron® Ende 2008 zurückzuführen waren. Unterstützt durch
Produktivitätsgewinne, die reinvestiert wurden, ermöglichte die operative Expansion
bedeutende Investitionen in die Einführung neuer Produkte und eine schnelle Expansion in
den führenden Schwellenländern wie beispielsweise China. Die Aufwendungen für Marketing
und Verkauf gingen 2009 um 1,6 Prozentpunkte auf 29,3% des Nettoumsatzes zurück.
Produktivitätssteigerungen machten die Kosten der laufenden globalen Einführung vieler
neuer Produkte, zu denen Galvus, das Exelon Pflaster, Valturna und die Produktgruppe
Rasilez/Tekturna gehören, mehr als wett. Mit den Investitionen in Forschung und
Entwicklung wurde 2009 der Start von 14 neuen Studien der Phase III unterstützt. Der
Forschungs- und Entwicklungsaufwand entsprach 2009 20,0% des Nettoumsatzes, während er im
Vorjahr 20,3% ausmachte. Die vom operativen Kernergebnis ausgenommenen Positionen
beliefen sich 2009 auf insgesamt USD 676 Millionen und blieben gegenüber dem
Vorjahresbetrag von USD 670 Millionen praktisch unverändert. Darunter fiel unter anderem
eine Erhöhung der Rückstellungen für Rechtsfälle um USD 318 Millionen im Zusammenhang mit
den noch anhängigen Vergleichen zur Beilegung von Untersuchungen der US-Bundesbehörden in
Bezug auf die frühere Vermarktungspraxis von Trileptal. Dazu gehörte 2009 ausserdem ein
einmaliger Ertrag von USD 100 Millionen aus der teilweisen Aufhebung der im Jahr 2007
vorgenommenen Wertminderung von Famvir, dank der anhaltend starken Umsatzentwicklung des
Medikaments ausserhalb der USA.
Vaccines and Diagnostics
Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich das operative Ergebnis deutlich und stieg von USD
78 Millionen auf USD 372 Millionen. Dadurch stieg die operative Gewinnmarge gegenüber dem
Vorjahr von 4,4% auf 15,3%. Das operative Kernergebnis 2009 erreichte USD 719 Millionen
und beinhaltete massgebliche Beiträge aus dem Verkauf von Influenza-A/H1N1-
Pandemieimpfstoffen, die durch bedeutende Investitionen in Entwicklung und Produktion im
früheren Verlauf des Jahres ermöglicht worden waren. In Relation zum Nettoumsatz erhöhte
sich der Forschungs- und Entwicklungsaufwand 2009 gegenüber dem Vorjahr weiter. Die
Ursachen dafür waren die klinischen Studien zu den Pandemieimpfstoffen und die
Investitionen in Meningitisimpfstoffe im Spätstadium der Entwicklung. Die
Vorjahresergebnisse beinhalteten den Umsatz aus bedeutenden Lieferungen von Influenza-A/
H5N1-Pandemieimpfstoffen.
Sandoz
Beeinträchtigt durch einen ungünstigen Währungseffekt von elf Prozentpunkten, ging das
operative Ergebnis um 1% auf USD 1,1 Milliarden zurück. Die operative Gewinnmarge blieb
mit 14,3% des Nettoumsatzes unverändert. Das operative Kernergebnis ging um 2% auf USD
1,4 Milliarden zurück. Bessere Geschäftsbedingungen in wichtigen Märkten und
Produktivitätssteigerungen, vor allem bei Marketing und Verkauf sowie Forschung und
Entwicklung, sorgten für eine Senkung der Gesamtkosten und unterstützten Investitionen in
Schwellenländer und neue Produkte. Die zugrunde liegenden Verbesserungen wurden jedoch
durch einen erheblichen Preisverfall und ungünstige Währungseffekte mehr als kompensiert,
so dass die operative Kerngewinnmarge um 0,2 Prozentpunkte auf 18,6% des Nettoumsatzes
zurückging.
Consumer Health
Das operative Ergebnis, das einen ungünstigen Währungseffekt von zehn Prozentpunkten
beinhaltete, ging um 3% auf USD 1,0 Milliarden zurück. Die operative Gewinnmarge sank
2009 um 0,5 Prozentpunkte auf 17,5% des Nettoumsatzes. Das operative Kernergebnis
profitierte von der starken zugrunde liegenden Geschäftsexpansion und von
Produktivitätsgewinnen. Aufgrund ungünstiger Währungseffekte und erheblicher
Investitionen in die Einführung des OTC-Produkts Prevacid24HR in den USA ging es jedoch
um 1% auf USD 1,1 Milliarden zurück. Infolgedessen verringerte sich die operative
Kerngewinnmarge 2009 geringfügig gegenüber dem Vorjahr von 19,4% auf 19,2% des
Nettoumsatzes.
Nettoergebnis Corporate
Der Nettoaufwand von Corporate sowie diesbezügliche Kernkennzahlen erhöhten sich vor
allem wegen höherer Aufwendungen für die Altersvorsorge.
Pharmaceuticals: USD 7,8 Milliarden (+21%, +13% in lokalen Währungen)
Dank der schnellen Akzeptanz neuer Produkte und der anhaltenden Expansion in allen
bedeutenden Märkten konnte die Division ihr dynamisches Wachstum im vierten Quartal 2009
fortsetzen. Die jüngst eingeführten Produkte erzielten im vierten Quartal 2009 einen
Nettoumsatz von USD 1,4 Milliarden. Damit steigerten sie ihren Anteil am Nettoumsatz der
Division gegenüber dem Vorjahresquartal von 12% auf 18%. Diese Produkte sind zudem für
acht Prozentpunkte des Nettoumsatzwachstums von 13% in lokalen Währungen im vierten
Quartal verantwortlich. Zu den Neueinführungen im vierten Quartal 2009 zählte auch die
Markteinführung von Onbrez Breezhaler (COPD) in Deutschland, nachdem das Produkt im
November in Europa zugelassen worden war.
Neben wichtigen Beiträgen der jüngst eingeführten Produkte profitierte der
Onkologiebereich (USD 2,5 Milliarden, +14% in lokalen Währungen) von dem 2009
zugelassenen neuen Krebsmedikament Afinitor (USD 32 Millionen) sowie von neuen klinischen
Daten zu Tasigna (USD 68 Millionen, +101% in lokalen Währungen). Dem Herz-Kreislauf- und
Stoffwechselbereich (USD 2,4 Milliarden, +10% in lokalen Währungen) kam das rasante
Wachstum des Diabetesmedikaments Galvus zugute (USD 66 Millionen, +211% in lokalen
Währungen). Gleichzeitig baute Novartis ihren Anteil am Weltmarkt für Markenmedikamente
zur Bluthochdruckbehandlung weiter aus. Dazu trugen neben der Einführung neuer
Kombinationspräparate von Rasilez/Tekturna und Exforge auch Zuwächse von Diovan in allen
wichtigen Märkten bei. Das Augenheilmittel Lucentis (USD 374 Millionen, +44% in lokalen
Währungen) verzeichnete ebenfalls weiterhin kräftige Umsatzsteigerungen.
Das Geschäft in Europa (USD 2,9 Milliarden, +14% in lokalen Währungen) stärkte seine
Position als umsatzstärkste Region. Auch in den USA (USD 2,5 Milliarden, +12% in lokalen
Währungen) wurden Zuwächse erzielt. Das Geschäft in Japan (USD 889 Millionen, +9% in
lokalen Währungen) profitierte weiterhin von den Neueinführungen im Jahr 2009. In den
sechs führenden Schwellenländern (USD 712 Millionen, +22% in lokalen Währungen) wurden
rasante Zuwächse verzeichnet. Insbesondere die Umsatzsteigerungen in China, Russland und
Indien machten die jüngsten staatlichen Kostensenkungsmassnahmen in der Türkei mehr als
wett.
Vaccines and Diagnostics: USD 1,4 Milliarden (+182%, +166% in lokalen Währungen)
Im vierten Quartal 2009 wurde mit den Lieferungen der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe
und Adjuvanzien ein Nettoumsatz von USD 1,0 Milliarden erzielt. Der Umsatz der Impfstoffe
gegen saisonale Grippe war durch einen Preisrückgang beeinträchtigt. Die
Umsatzentwicklung der Kinderimpfstoffe trug dazu bei, die Einbussen bei den Impfstoffen
gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis wettzumachen.
Sandoz: USD 2,1 Milliarden (+19%, +10% in lokalen Währungen)
Das solide Wachstum im vierten Quartal in wichtigen Märkten war im Einklang mit der
kontinuierlichen Entwicklung des gesamten Jahres 2009. Der Abschluss der Übernahme von
EBEWE Pharma im September steuerte im vierten Quartal 2009 fünf Prozentpunkte zum
Umsatzwachstum bei. Das Geschäft mit Retail-Generika und Biosimilars in den USA (+24%)
steigerte seinen Quartalsumsatz bereits zum dritten Mal in Folge. Zudem wurden im vierten
Quartal 2009 mehr neue Produkte eingeführt als im Vorjahreszeitraum. Obwohl sich die
Marktbedingungen zunehmend verschlechtern, konnten Retail-Generika und Biosimilars (+1%
in lokalen Währungen) ihre Führungsposition in Deutschland weiter ausbauen. In den
führenden Schwellenländern wurde die Expansion fortgesetzt, insbesondere in der Region
Asien/Pazifik (+10% in lokalen Währungen).
Consumer Health: USD 1,6 Milliarden (+20%, +13% in lokalen Währungen)
Alle Geschäftseinheiten erzielten sehr starke Zuwächse, allen voran die Geschäftseinheit
OTC. Dank der erfolgreichen Markteinführung von Prevacid24HR im November in den USA und
der starken Nachfrage nach Husten- und Erkältungsmedikamenten erzielte die
Geschäftseinheit in Lokalwährungen eine zweistellige Wachstumsrate. CIBA Vision
profitierte von der anhaltenden Dynamik der neuen Kontaktlinsenprodukte. Das Wachstum der
Geschäftseinheit Animal Health beruht auf der Eroberung neuer Marktanteile in den USA.
Pharmaceuticals
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 22% auf USD 1,9 Milliarden. Die operative
Gewinnmarge erhöhte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 24,5% des Nettoumsatzes. Das operative
Kernergebnis, das einem positiven Währungseffekt von vier Prozentpunkten beinhaltet,
stieg um 23% und damit deutlich stärker als der Umsatz.
Neben Produktivitätsgewinnen sorgte die kräftige Geschäftsexpansion mit einer
Nettoumsatzsteigerung von 13% in Lokalwährungen für einen zweistelligen Anstieg des
operativen Kernergebnisses - trotz massgeblicher Investitionen in die Einführung von
Produkten, in wichtige Entwicklungsprojekte und in die geografische Expansion. Die
Aufwendungen für Marketing und Verkauf machten 30,3% des Nettoumsatzes aus und gingen
damit gegenüber dem Vorjahr um drei Prozentpunkte zurück. Auch die Forschungs- und
Entwicklungsinvestitionen profitierten von Initiativen zur Steigerung der Produktivität,
blieben wegen Investitionen in die Onkologie, Biologika und Molekulardiagnostik aber
weitgehend stabil bei 21,0% des Nettoumsatzes. Infolgedessen erhöhte sich die operative
Kerngewinnmarge um 0,5 Prozentpunkte auf 28,5% des Nettoumsatzes. Aufgrund höherer
Lizenzgebühren für Lucentis und wegen des kurzfristigen Einflusses eines Projekts zur
Beschleunigung des Lagerabbaus im vierten Quartal stiegen die Herstellungskosten der
verkauften Produkte um 2,7 Prozentpunkte auf 18,1% des Nettoumsatzes. Die vom operativen
Kernergebnis ausgenommenen Positionen beliefen sich im Berichtszeitraum 2009 auf
insgesamt USD 309 Millionen. Dazu zählte eine Erhöhung der Rückstellungen für Rechtsfälle
um USD 318 Millionen im Zusammenhang mit den noch anhängigen Vergleichen zur Beilegung
von Untersuchungen der US-Bundesbehörden in Bezug auf die frühere Vermarktungspraxis von
Trileptal. Dazu gehörte ausserdem ein einmaliger Ertrag von USD 100 Millionen aus der
teilweisen Aufhebung der im Jahr 2007 vorgenommenen Wertminderung von Famvir, dank der
anhaltend starken Umsatzentwicklung des Medikaments ausserhalb der USA. Das Kernergebnis
des Vorjahres war um Sonderpositionen von insgesamt USD 241 Millionen bereinigt.
Vaccines and Diagnostics
Das operative Ergebnis stieg gegenüber der Vorjahresperiode von USD 26 Millionen auf USD
583 Millionen. Das operative Kernergebnis erreichte im vierten Quartal 2009 USD 653
Millionen und beinhaltete ausserordentliche Beiträge aus dem Verkauf von Influenza-A/H1N1-
Pandemieimpfstoffen, die durch bedeutende Investitionen in Entwicklung und Produktion im
früheren Verlauf des Jahres ermöglicht worden waren.
Sandoz
Beeinträchtigt durch ungünstige Währungseffekte von sieben Prozentpunkten, wuchs das
operative Ergebnis um 11% auf USD 221 Millionen. Das operative Kernergebnis verbesserte
sich dank starker Skaleneffekte und kräftiger Zuwächse in den USA um 20% auf USD 356
Millionen. Die operative Kerngewinnmarge verbesserte sich dadurch um 0,2 Prozentpunkte
auf 16,6% des Nettoumsatzes. Von den Kernergebnissen ausgenommen waren höhere
akquisitionsbedingte Aufwendungen und Sonderpositionen von insgesamt USD 135 Millionen im
Jahr 2009 (einschliesslich der Kosten für die Übernahme von EBEWE und Restrukturierungen
in Deutschland). Im Vorjahr hatten die Sonderpositionen USD 96 Millionen betragen.
Consumer Health
Das operative Ergebnis stieg im vierten Quartal 2009 um 9% auf USD 207 Millionen und
beinhaltete einen positiven Währungseffekt von neun Prozentpunkten. Die operative
Gewinnmarge ging jedoch um 1,3 Prozentpunkte auf 12,8% des Nettoumsatzes zurück. Das
operative Kernergebnis - unter Ausschluss höherer Wertminderungen und anderer
Sonderpositionen von USD 22 Millionen im Berichtszeitraum 2009 gegenüber 2008 - wuchs um
19% auf USD 248 Millionen. Produktivitätssteigerungen und Kostensenkungen trugen dazu
bei, Ressourcen freizusetzen, die für höhere Marketing- und Verkaufsinvestitionen
zugunsten der Einführung von Prevacid24HR in den USA und zugunsten von Forschungs- und
Entwicklungsprojekten eingesetzt wurden. Die operative Kerngewinnmarge ging dadurch
lediglich um 0,2 Prozentpunkte auf 15,3% des Nettoumsatzes zurück.
Nettoergebnis Corporate
Der Nettoaufwand von Corporate fiel im vierten Quartal 2009 etwas geringer aus als im
Vorjahreszeitraum. Positive Währungseffekte und ein Gewinn aus dem Verkauf von
Finanzanlagen machten höhere Aufwendungen für die Altersvorsorge mehr als wett.
Ertrag aus assoziierten Gesellschaften
Der Ertrag aus assoziierten Gesellschaften stieg im vierten Quartal 2009 um 10% auf USD
107 Milliarden. Im Gesamtjahr war dagegen ein Rückgang um 34% auf USD 293 Millionen zu
verzeichnen. Dies war vor allem auf einen ausserordentlichen Aufwand von USD 189
Millionen im dritten Quartal 2009 zurückzuführen. Dieser Aufwand steht im Zusammenhang
mit der Restrukturierung von Genentech durch Roche sowie mit der Einstellung eines
Entwicklungsprojekts durch Alcon. Die Kernergebnisse im vierten Quartal verringerten sich
um 5% auf USD 252 Millionen, was Verlusten von Idenix zuzuschreiben war. Seit die
Beteiligung des Konzerns an Idenix gegen Ende 2009 unter 50% fiel, wird dieses
Unternehmen als assoziierte Gesellschaft bilanziert. Der Kernertrag aus assoziierten
Gesellschaften erhöhte sich im Gesamtjahr um 25% auf USD 1,1 Milliarden. Dies ist den
gesteigerten zugrunde liegenden Beiträgen von Roche sowie der ganzjährigen Erfassung der
Mitte 2008 erworbenen 25%igen Beteiligung an Alcon zu verdanken.
Finanzertrag und Zinsaufwand
Der Finanzertrag stieg im vierten Quartal 2009 um 79% auf USD 104 Millionen.
Zurückzuführen war dies vor allem auf realisierte Gewinne und geringere Wertminderungen
auf Wertschriften sowie auf eine durchschnittliche Liquidität von USD 15,7 Milliarden
gegenüber USD 7,2 Milliarden im Vorjahresquartal. Die im ersten Halbjahr erfolgte
Emission von USD- und EUR-Anleihen führte dazu, dass sich der Zinsaufwand im vierten
Quartal 2009 auf USD 156 Millionen mehr als verdoppelte. Aufgrund derselben Faktoren ging
der Finanzertrag im Gesamtjahr um 48% auf USD 198 Millionen zurück, während der
Zinsaufwand um 90% auf USD 551 Millionen anstieg.
Steuern
Im vierten Quartal 2009 betrug der Steuersatz (Prozentsatz der Steuern auf dem
Vorsteuergewinn) 13,7%, während er im Vorjahresquartal bei 14,3% gelegen hatte. Bezogen
auf das Gesamtjahr erhöhte sich der Steuersatz von 14,1% auf 14,8%. Der Steuersatz der
Kernergebnisse sank im vierten Quartal auf 15,0% gegenüber dem Steuersatz des
Vorjahresquartals von 15,9% und bezogen auf das Gesamtjahr 2009 auf 15,4% gegenüber dem
des Vorjahres von 15,6%.
Reingewinn
Der Reingewinn wuchs im vierten Quartal 2009 um 54% auf USD 2,3 Milliarden. Im Gesamtjahr
stieg er um 4% auf USD 8,5 Milliarden. Der Kernreingewinn erhöhte sich im vierten Quartal
2009 um 47% auf USD 2,9 Milliarden. Im Gesamtjahr stieg der Kernreingewinn um 8% auf USD
10,3 Milliarden.
Gewinn pro Aktie
Der unverwässerte Gewinn pro Aktie stieg gegenüber dem Vorjahresquartal von USD 0,66 um
53% auf USD 1,01 im vierten Quartal. Im Gesamtjahr erhöhte sich der unverwässerte Gewinn
pro Aktie gegenüber dem Vorjahr von USD 3,59 um 3% auf USD 3,70. Wegen eines höheren
Reingewinns aus Minderheitsanteilen wuchs er 2009 etwas langsamer als der Reingewinn. Der
unverwässerte Kerngewinn pro Aktie stieg im vierten Quartal 2009 entsprechend dem
Kernreingewinn und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von USD 0,86 um 47% auf
USD 1,26. Im Gesamtjahr wuchs der unverwässerte Kerngewinn pro Aktie im Vergleich zum
Vorjahr von USD 4,18 um 8% auf USD 4,50.
Bilanz
Die Übernahme des Spezial-Geschäfts generischer Arzneimittel von EBEWE Pharma sowie der
in Wertschriften investierte Erlös von USD 7,1 Milliarden aus der Emission von Anleihen
führten zu einer Erhöhung der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr von USD 78,3 Milliarden
auf USD 95,6 Milliarden im Jahr 2009.
Das Eigenkapital des Konzerns per 31. Dezember 2009 erhöhte sich gegenüber dem
Jahresanfang von USD 50,4 Milliarden auf USD 57,5 Milliarden. Diese Zunahme ergab sich
vor allem aus einem Reingewinn 2009 von USD 8,5 Milliarden, versicherungsmathematischen
Gewinnen von USD 0,9 Milliarden und Währungsumrechnungsgewinne von USD 0,8 Milliarden.
Weitere Eigenkapitalbewegungen - vor allem durch aktienbasierte Vergütungen von USD 0,6
Milliarden - führten netto zu einer Erhöhung von USD 0,8 Milliarden. Diese Beiträge
konnten die im ersten Quartal 2009 erfolgte Dividendenausschüttung von USD 3,9 Milliarden
mehr als wettmachen.
Aufgrund der Emission einer Anleihe im Wert von USD 5 Milliarden (in zwei Tranchen) in
den USA im ersten Quartal und der Platzierung einer Anleihe von EUR 1,5 Milliarden (USD
2,1 Milliarden) im zweiten Quartal stieg der Verschuldungsgrad (Debt/Equity Ratio) des
Konzerns per Ende 2009 gegenüber dem Jahresende 2008 von 0,15:1 auf 0,24:1. Die Finanz
verbindlichkeiten des Konzerns von USD 14,0 Milliarden Ende 2009 bestanden aus
kurzfristigen Verbindlichkeiten von USD 5,3 Milliarden und langfristigen
Verbindlichkeiten von USD 8,7 Milliarden.
Vor allem aufgrund des höheren Geldflusses aus operativer Tätigkeit und der Erlöse aus
Anleihenemissionen stieg die Gesamtliquidität per 31. Dezember 2009 auf USD 17,4
Milliarden und betrug damit mehr als das Doppelte des Vorjahresniveaus von USD 6,1
Milliarden. Novartis kehrte Ende 2009 zu einer Nettoliquiditätsposition zurück. Gegenüber
einer Nettoverschuldung (Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel) von USD 1,2
Milliarden Ende 2008 wies der Konzern Ende 2009 eine Nettoliquidität von USD 3,5
Milliarden aus.
Die Kreditagenturen liessen ihre Ratings für Novartis 2009 unverändert. Moody's bewertet
die lang- bzw. kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens mit Aa2 bzw. P-1,
Standard & Poor's beurteilt die langfristigen Verbindlichkeiten von Novartis mit AA- und
die kurzfristigen Verbindlichkeiten mit A-1+, während Fitch die lang- bzw. kurzfristigen
Verbindlichkeiten mit AA bzw. F1+ beurteilt.
Geldfluss
Der Geldfluss aus operativer Tätigkeit stieg 2009 um 25% auf USD 12,2 Milliarden. Dieser
Anstieg beruht auf der höheren Rentabilität und den Initiativen zur Senkung des
benötigten Nettoumlaufvermögens, das gegenüber dem Vorjahresniveau um USD 1,3 Milliarden
zurückging.
Der Geldabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich 2009 gegenüber dem Vorjahr von USD
10,4 Milliarden auf USD 14,2 Milliarden. Die geringeren Investitionen in Sachanlagen von
USD 1,9 Milliarden (die 2009 gegenüber dem Vorjahr von 5,1% auf 4,3% des Nettoumsatzes
zurückgingen) wurden durch Investitionen in Wertschriften und höhere Investitionen von
USD 12,3 Milliarden in immaterielle und andere langfristige Vermögenswerte sowie
Finanzanlagen (einschliesslich der Übernahme des Generikageschäfts von EBEWE Pharma) mehr
als wettgemacht.
Der Geldzufluss aus Finanzierungstätigkeit belief sich 2009 auf netto USD 2,8 Milliarden,
da der Erlös von USD 7,1 Milliarden aus den Anleihenemissionen durch die
Dividendenausschüttung für 2008 von USD 3,9 Milliarden und durch andere Positionen von
insgesamt USD 0,4 Milliarden teilweise kompensiert wurde.
Dank der konsequenten Ausrichtung auf die Geschäftsperformance sowie die Kontrolle des
Anlage- und Umlaufvermögens im Jahr 2009 stieg der Free Cashflow vor Ausschüttung der
Dividende um 24% auf USD 9,4 Milliarden.
DIVISION PHARMACEUTICALS - PRODUKTÜBERSICHT
Hinweis: Die Prozentangaben beziehen sich auf das Nettoumsatzwachstum 2009 in lokalen
Währungen.
Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen
Diovan (USD 6,0 Milliarden, +6% in lokalen Währungen) erzielte weltweit solide Zuwächse.
Die Umsatzentwicklung profitierte weiterhin von der Tatsache, dass Diovan der einzige
Angiotensin-Rezeptorblocker (ARB) ist, der für die Behandlung von Bluthochdruckpatienten,
von Hochrisikopatienten nach Herzinfarkten sowie von Patienten mit Herzinsuffizienz
zugelassen ist. 20% des Jahresumsatzes wurden in Japan erwirtschaftet. Auch in Europa
wurden Zuwächse verzeichnet. Dort verzögerte sich der erwartete Markteintritt generischer
Versionen von Losartan, einem anderen Medikament aus der ARB-Kategorie, bis in die erste
Jahreshälfte 2010. In den USA (+4%) konnte Diovan seine Führungsposition in der ARB-
Kategorie ausbauen - obwohl der Markt für blutdrucksenkende Markenmedikamente wegen des
verstärkten Einsatzes generischer Versionen von Konkurrenzprodukten aus anderen
Kategorien von Blutdrucksenkern insgesamt schrumpft.
Exforge (USD 671 Millionen, +72% in lokalen Währungen), ein Kombinationspräparat des
Angiotensin-Rezeptorblockers Diovan (Valsartan) und des Kalziumkanalblockers Amlodipin,
wuchs stärker als der Markt. Seit seiner Markteinführung 2007 setzt das Medikament neue
Standards für Kombinationspräparate gegen Bluthochdruck. Exforge HCT, das zusätzlich zur
genannten Kombination noch ein Diuretikum enthält, wurde nach seiner Zulassung im April
2009 in den USA als Blutdrucksenker mit drei Wirkstoffen in einer einzigen Tablette
eingeführt. In Japan wurde Exforge im Januar 2010 zugelassen.
Rasilez/Tekturna (USD 290 Millionen, +104% in lokalen Währungen) ist der erste Vertreter
einer neuen Kategorie von Medikamenten gegen Bluthochdruck, die als direkte Reninhemmer
bezeichnet werden. Das Medikament verzeichnet seit seiner Einführung 2007 stetige
Umatzsteigerungen. Die wichtigsten Wachstumsfaktoren waren klinische Daten, die eine
verlängerte Blutdrucksenkung über mehr als 24 Stunden belegen, sowie die Überlegenheit
von Rasilez/Tekturna in klinischen Studien gegenüber dem führenden ACE-Hemmer Ramipril.
Valturna, ein Kombinationspräparat mit Diovan (Valsartan), wurde Ende 2009 in den USA
eingeführt. Das Medikament erweitert die Gruppe von Kombinationspräparaten mit Aliskiren,
dem Wirkstoff von Rasilez/Tekturna. In den USA und Europa wurde 2009 die Zulassung eines
Kombinationspräparats von Aliskiren und Amlodipin beantragt. Der Zulassungsantrag für
eine Dreifachkombination mit Amlodipin und einem Diuretikum soll 2010 eingereicht werden.
Galvus/Eucreas (USD 181 Millionen, +327% in lokalen Währungen), zwei Medikamente zur
oralen Behandlung von Typ-2-Diabetes, erzielten seit ihrer Ersteinführung 2007 in vielen
Ländern Europas, Lateinamerikas und der Region Asien/Pazifik rasante Umsatzsteigerungen.
Dabei generierte Eucreas, eine Kombination mit Metformin in einer Einzeltablette, den
Grossteil des Umsatzes der Produktgruppe. In einigen Ländern übertrafen Galvus und
Eucreas ein Konkurrenzprodukt aus dem Segment der DPP-4-Hemmer. Im Januar 2010 wurde
Galvus unter dem Markennamen Equa in Japan eingeführt.
Onkologie
Glivec/Gleevec (USD 3,9 Milliarden, +12% in lokalen Währungen), eine zielgerichtete
Therapie gegen bestimmte Formen chronisch-myeloischer Leukämie (CML) und
gastrointestinale Stromatumoren (GIST), erzielte anhaltende zweistellige Wachstumsraten.
Das Medikament profitiert von seiner Führungsposition in der Behandlung dieser
Krebserkrankungen, die durch neue klinische Daten und Zulassungsgenehmigungen untermauert
wird. Die jüngste Zulassung im Jahr 2009 betraf den adjuvanten (postoperativen) Einsatz
bei GIST-Patienten. Für diese Indikation ist Glivec/Gleevec heute in mehr als 55 Ländern
Nordamerikas, Europas und der Region Asien/Pazifik zugelassen.
Tasigna (USD 212 Millionen, +145% in lokalen Währungen) ist eine Sekundärtherapie für
Patienten, die an einer bestimmten Form von chronisch-myeloischer Leukämie (CML) leiden
und gegen bisherige Therapien - wie etwa Glivec/Gleevec - resistent sind oder diese nicht
vertragen. Das Medikament hat sich seit seiner Zulassung in mehr als 80 Ländern schnell
durchgesetzt. Im Dezember 2009 wurde für Tasigna in den USA und Europa die Zulassung als
Primärtherapie für CML-Patienten beantragt. Der Zulassungsantrag stützt sich auf neue
Daten aus der globalen klinischen Studie ENESTnd, der grössten je durchgeführten direkten
Vergleichsstudie zwischen Glivec und einer anderen zielgerichteten Therapie. Dabei
sprachen neu diagnostizierte CML-Patienten schneller und stärker auf Tasigna an als auf
Glivec. Weitere Studien untersuchen den Einsatz von Tasigna bei CML-Patienten, die nicht
optimal auf Glivec ansprechen. Ausserdem laufen Phase-III-Studien mit GIST-Patienten.
Zometa (USD 1,5 Milliarden, +9% in lokalen Währungen), ein intravenös zu verabreichendes
Bisphosphonat zur Behandlung von Patienten mit Knochenmetastasen, verzeichnete weitere
Zuwächse. Die Verkäufe profitierten von einer verbesserten Therapietreue und vom Einsatz
bei den bestehenden Indikationen. Gestützt auf bereits veröffentlichte Daten zur
adjuvanten Behandlung prämenopausaler Brustkrebspatientinnen mit Zometa, wurden Ende 2009
in den USA und in Europa entsprechende Zulassungsanträge eingereicht. Mögliche Vorteile
in der Behandlung anderer Tumortypen werden gegenwärtig im Rahmen weiterer Studien
untersucht.
Femara (USD 1,3 Milliarden, +16% in lokalen Währungen), ein Medikament zur oralen
Behandlung von postmenopausalen Frauen mit hormonsensitivem Brustkrebs, verzeichnete 2009
aufgrund der Zuwächse in der adjuvanten (postoperativen) Erstbehandlung ein kräftiges
Umsatzwachstum. Im August 2009 veröffentlichte "The New England Journal of Medicine"
Ergebnisse aus der wegweisenden Studie BIG 1-98. Damit wurde die fünfjährige Behandlung
mit Femara direkt im Anschluss an eine Operation bei postmenopausalen Frauen mit
hormonrezeptorpositivem Brustkrebs im Frühstadium als optimaler Behandlungsansatz
bestätigt. Die entsprechenden Daten wurden den US- und EU-Behörden zur Aufnahme in die
Produktinformationen eingereicht.
Sandostatin (USD 1,2 Milliarden, +7% in lokalen Währungen) zur Behandlung von Patienten
mit Akromegalie sowie neuroendokrinen Tumoren des Magen-Darm-Trakts und der
Bauchspeicheldrüse profitierte vom zunehmenden Einsatz von Sandostatin LAR. Diese einmal
monatlich zu verabreichende Version generiert beinahe 90% des Nettoumsatzes. Jüngste
klinische Daten belegten bei Patienten mit metastasierenden neuroendokrinen Tumoren des
Mitteldarms unter Sandostatin LAR eine signifikante Verzögerung der Tumorprogression.
Diese Daten dienten dem US-amerikanischen National Comprehensive Cancer Network (NCCN)
als Grundlage für die jüngste Aktualisierung der Leitlinien für die Behandlung
neuroendokriner Tumoren.
Exjade (USD 652 Millionen, +27% in lokalen Währungen) ist derzeit in mehr als 90 Ländern
zugelassen und das einzige Medikament gegen transfusionsbedingte Eisenüberladung, das
einmal täglich oral eingenommen wird. Es wurde 2009 in den USA, Europa, der Schweiz und
anderen Ländern für einen erweiterten Dosierungsbereich von 40 mg/kg zugelassen. Die neue
Dosierung stellt für Patienten, die eine intensivere Eisenchelation benötigen, eine neue
Behandlungsmöglichkeit dar. Mitte 2009 legte Novartis den Gesundheitsbehörden weltweit
neue Informationen über die Sicherheit von Exjade vor. In Europa wurde die neue
Produktkennzeichnung im November zugelassen. Sie bietet eine neue Anleitung für die
Auswahl von Patienten mit myelodysplastischem Syndrom (MDS) und anderen malignen
Erkrankungen, für die eine Behandlung mit Exjade geeignet ist. Diese Daten werden auch
von den Zulassungsbehörden der USA und Japans geprüft.
Afinitor (USD 70 Millionen), ein oral zu verabreichender Hemmer des mTOR-Signalwegs,
wurde 2009 in den USA, in Europa und der Schweiz zur Behandlung von Patienten mit
fortgeschrittenen Nierenzellkarzinomen (RCC, Nierenkrebs) nach VEGF-gerichteter Therapie
zugelassen und eingeführt. Afinitor wird im Hinblick auf die Behandlung vieler
verschiedener Krebsarten untersucht: Phase-III-Studien zur Behandlung von Patienten mit
neuroendokrinen Tumoren (NET), Brustkrebs, Lymphomen, tuberöser Sklerose (TSC) oder
Magenkrebs sind im Gange. Basierend auf den Ergebnissen klinischer Studien zur NET- und
TSC-Behandlung sind 2010 zwei Zulassungsanträge für das Medikament geplant. Eine
Spätphasestudie zur Behandlung von Leberzellkarzinomen (HCC) soll Anfang 2010 anlaufen.
Afinitor enthält denselben Wirkstoff (Everolimus) wie Certican, das in der
Transplantationsmedizin eingesetzt wird.
Andere Produkte der Division Pharmaceuticals
Lucentis (USD 1,2 Milliarden, +47% in lokalen Währungen) ist ein biotechnologisch
hergestelltes Augenheilmittel, das in mehr als 80 Ländern zugelassen ist. Dank einer
hervorragenden Performance in Frankreich, Grossbritannien, Australien und Japan
verzeichnete das Medikament ein anhaltendes Wachstum. Lucentis ist die einzige Therapie,
die das Sehvermögen von Patienten mit "feuchter" altersbedingter Makuladegeneration (AMD)
nachweislich aufrechterhält und verbessert. AMD ist eine der Hauptursachen für das
Erblinden von Menschen über 50 Jahren. Im Dezember wurde für Lucentis die europäische
Zulassung zur Behandlung von Sehbehinderungen infolge des diabetischen Makulaödems
beantragt. Diese Augenkrankheit tritt im Zusammenhang mit langjährigem Diabetes auf und
kann zum Erblinden führen. Im Rahmen von klinischen Studien der Spätphase wird Lucentis
in der Behandlung weiterer Augenkrankheiten untersucht. Genentech hält die US-Rechte an
Lucentis.
Exelon/Exelon Pflaster (USD 954 Millionen, +22% in lokalen Währungen), ein Medikament zur
Behandlung von leichten bis mittelschweren Formen der Alzheimerkrankheit und von Demenz
im Zusammenhang mit der Parkinsonkrankheit, erwirtschaftete 2009 mehr als die Hälfte des
Nettoumsatzes mit dem Exelon Pflaster. Dieses neuartige transdermale Pflaster wurde Ende
2007 eingeführt und ist heute in mehr als 60 Ländern weltweit erhältlich.
Aclasta/Reclast (USD 472 Millionen, +88% in lokalen Währungen), eine einmal jährlich zu
verabreichende Infusionstherapie gegen Osteoporose, expandiert weiterhin. Die
Umsatzentwicklung profitiert vom verbesserten Zugang der Patienten zu Infusionszentren
und von einem umfangreichen Einsatzspektrum bei betroffenen Patienten mit verschiedenen
Formen dieser behindernden Knochenerkrankung. Das Medikament ist für bis zu sechs
Indikationen zugelassen - unter anderem zur Behandlung von Osteoporose bei Männern und
postmenopausalen Frauen.
Xolair (USD 338 Millionen, +65% in lokalen Währungen, nur Umsätze von Novartis) ist ein
biotechnologisch hergestelltes Medikament, das in den USA zur Behandlung von
mittelschwerem bis schwerem persistierendem allergischem Asthma und in Europa zur
Behandlung von schwerem persistierendem allergischem Asthma eingesetzt wird. Dank seiner
globalen Präsenz und der Tatsache, dass Xolair in mehr als 80 Ländern zugelassen ist und
Anfang 2009 in Japan zugelassen wurde, verzeichnete das Medikament weiterhin solide
Zuwächse. In Europa ist Xolair seit August 2009 auch zur Behandlung von Kindern ab sechs
Jahren zugelassen. In den USA wird Xolair von Novartis und Genentech gemeinsam
vermarktet, wobei Novartis am operativen Gewinn beteiligt ist. Im Jahr 2009 verzeichnete
Genentech mit Xolair in den USA einen Umsatz von USD 571 Millionen.
Certican (USD 118 Millionen, +31% in lokalen Währungen), das in der
Transplantationsmedizin eingesetzt wird, erzielte dank seiner Verfügbarkeit in mehr als
70 Ländern solide Umsatzsteigerungen. In den USA gab die FDA im Dezember 2009 ein
vollständiges Antwortschreiben ("Complete Response Letter") zu diesem Medikament unter
dem Markennamen Zortress für die Prävention von Abstossungsreaktionen nach
Nierentransplantationen bei Erwachsenen heraus. Die Gespräche mit der FDA konzentrieren
sich auf die Produktkennzeichnung und eine Strategie zur Risikobewertung und -minderung
(Evaluation Mitigation Strategy, REMS) sowie auf aktuelle Daten zur Sicherheit des
Medikaments. Weitere klinische Studien wurden jedoch nicht angefordert. Certican enthält
ebenso wie Afinitor den Wirkstoff Everolimus und weist eine gute immunsuppressive
Wirksamkeit sowie ein kontrollierbares Nebenwirkungsprofil auf.
Extavia (USD 49 Millionen) zur Behandlung von Patienten mit schubförmig verlaufender
multipler Sklerose (MS) wurde 2009 in den USA und mehr als 20 anderen Ländern weltweit
eingeführt. Mit Extavia verfügt Novartis über eine eigene Markenversion von Betaferon®/
Betaseron® und betrat damit erstmals das Gebiet der MS-Behandlung.
Ilaris ist ein vollständig humaner monoklonaler Antikörper, der die inflammatorische
Wirkung des Proteins Interleukin-1 beta (IL-1 beta) hemmt. Das Medikament zur Behandlung
Cryopyrin-assoziierter periodischer Syndrome (CAPS) wurde nach seiner Erstzulassung im
Jahr 2009 in den USA, in Europa und einigen anderen Märkten eingeführt. Bei CAPS handelt
es sich um eine Gruppe seltener autoinflammatorischer Erkrankungen, die lebenslang
andauern. Gegenwärtig laufen Studien mit Ilaris in anderen Therapiegebieten, bei denen
IL-1 beta vermutlich eine wichtige Rolle spielt. Dazu zählen therapierefraktäre Gicht,
chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Typ-2-Diabetes und systemische juvenile
idiopathische Arthritis (SJIA).
AKTUELLER STAND DER FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Novartis verfügt über eine der konkurrenzfähigsten Entwicklungspipelines der
pharmazeutischen Branche mit 145 Projekten in der klinischen Entwicklung. 60 dieser
Projekte betreffen neue Wirkstoffe.
Pharmaceuticals
AIN457 ist ein vollständig humaner monoklonaler Antikörper, der die Wirkung von
Interleukin-17 alpha hemmt. Interleukin-17 alpha ist ein Entzündungsauslöser, der bei
schweren Erkrankungen wie Uveitis, Psoriasis und rheumatoider Arthritis eine
entscheidende Rolle spielt. Im November 2009 liefen Phase-III-Studien zur Behandlung
einer Form von Uveitis, einer Entzündung des Auges, an. Entsprechende Zulassungsanträge
sollen nach Möglichkeit 2010 eingereicht werden.
Für Gilenia (FTY720, Fingolimod), einen einmal täglich oral einzunehmenden Wirkstoff, der
zur Behandlung bestimmter Formen von multipler Sklerose (MS) entwickelt wird, wurden im
Dezember 2009 Zulassungsanträge bei den Behörden der USA und Europas eingereicht. Das
Programm klinischer Studien liefert Erfahrungen über die Sicherheit des Medikaments bei
mehr als 2300 MS-Patienten. Einige dieser Patienten befinden sich bereits in ihrem
sechsten Behandlungsjahr.
QAB149 (Indacaterol), ein lang wirkender Bronchodilatator für erwachsene Patienten mit
chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zur einmal täglichen Anwendung, wurde im
November unter dem Namen Onbrez Breezhaler in Europa zugelassen und im Dezember in
Deutschland eingeführt. Im Hinblick auf die Linderung der Atemnot sowie die Verbesserung
der Lungenfunktion und Lebensqualität erwies sich das Produkt gegenüber bisherigen
Therapien als überlegen. Onbrez Breezhaler ist seit sieben Jahren der erste neue
inhalative Wirkstoff, der in Europa zur COPD-Behandlung zugelassen wurde. In den USA
erhielt Novartis im Oktober einen "Complete Response Letter" der FDA, in dem weitere
Informationen zum vorgeschlagenen Dosierungsschema für QAB149 angefordert wurden.
Novartis arbeitet mit der FDA zusammen, um zu ermitteln, welche weiteren klinischen
Studien erforderlich sind.
Vaccines and Diagnostics
Menveo ist ein neuartiger Impfstoff, der zum Schutz gegen die vier häufigen Typen von
Meningokokken-Meningitis (Serogruppen A, C, W-135 und Y) entwickelt wird. Nach einer
positiven Beurteilung durch die europäischen Behörden im Dezember 2009 für einen ersten
Einsatz bei Jugendlichen (ab elf Jahren) und Erwachsenen steht in Europa Anfang 2010 die
Zulassung bevor. Eine Entscheidung der Behörden in den USA wird in der ersten
Jahreshälfte 2010 erwartet. Zudem sind Studien mit anderen Altersgruppen im Gange.
Der Impfstoffkandidat MenB, der gegen Meningokokken-Meningitis der Serogruppe B schützen
soll, wird in Europa im Rahmen von Phase-III-Studien untersucht. Die Aufnahme der
Patienten wurde abgeschlossen, und der entsprechende Zulassungsantrag soll plangemäss
2010 eingereicht werden. Die Serogruppe B ist schätzungsweise für etwa 70% der
Meningitiserkrankungen in Europa verantwortlich, wobei Säuglinge und Kleinkinder
besonders gefährdet sind. Ergebnisse aus Phase-II-Studien sprechen dafür, dass MenB als
erster Impfstoff bereits Säuglinge im Alter von sechs Monaten schützen könnte. In den USA
sind für 2010 Gespräche mit der FDA geplant, um den Umfang der Phase-III-Studien
festzulegen.
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Ueber Novartis Pharma Schweiz AG:
Die Novartis Pharma Schweiz AG ist eine Tochtergesellschaft der Novartis Pharma
AG Basel. Als eines der grössten Schweizer Pharma-Unternehmen sind wir in der
Schweiz für die verschreibungspflichtigen Medikamente von Novartis
verantwortlich.
Die rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den Bereichen des
Marketings und des Vertriebs beschäftigt, beraten im Aussendienst
niedergelassene Aerzte und Spital-Aerzte oder betreuen Projekte in der
klinischen Forschung, der wissenschaftlichen Dokumentation und der Registrierung
von neuen Medikamenten.
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